{"id":9,"date":"2016-12-02T22:31:41","date_gmt":"2016-12-02T21:31:41","guid":{"rendered":"http:\/\/glossy.local\/~zarquon\/test\/wordpress\/wordpress461\/?page_id=9"},"modified":"2023-09-05T12:26:53","modified_gmt":"2023-09-05T10:26:53","slug":"ueber-uns","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/mgh-bochum.de\/?page_id=9","title":{"rendered":"\u00dcber uns"},"content":{"rendered":"<h2>Der Tr\u00e4ger<\/h2>\n<p>Die IFAK e.V. ist eine gemeinn\u00fctzige, parteipolitisch neutrale und religi\u00f6s ungebundene Selbstorganisation von Zuwanderern und Einheimischen auf kommunaler Ebene. Wir sind Tr\u00e4ger von mehreren Einrichtungen, Projekten und Ma\u00dfnahmen im Bereich der interkulturellen Kinder- und Jugendhilfe sowie der Migrationssozialarbeit in verschiedenen Bochumer Stadtteilen, in denen viele Familien mit Migrationsgeschichte leben.<\/p>\n<p>Bis heute hat sich die IFAK e.V. zu einer Organisation entwickelt, in der sowohl Mitgliedschaft und Vorstand als auch die Teams der einzelnen Einrichtungen multiethnisch besetzt sind.\u00a0 Diese verfolgen einen interkulturellen Arbeitsansatz und damit das gemeinsame Ziel, das Zusammenleben und die gegenseitige Akzeptanz und Toleranz von Zuwanderern und Einheimischen zu f\u00f6rdern, die Migrantenbev\u00f6lkerung zu st\u00e4rken und Benachteiligungen abzubauen.<\/p>\n<p>Die IFAK e.V. ist Mitglied im Parit\u00e4tischen NRW und seit 1975 staatlich anerkannter Tr\u00e4ger der freien Jugendhilfe. Auf kommunaler Ebene sind wir Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Offenen T\u00fcren in Bochum (AGOT).<\/p>\n<h2>Das Mehrgenerationenhaus Stadtteilzentrum Dahlhausen<\/h2>\n<p>Das Bundesministerium f\u00fcr Familie, Senioren und Jugend (BMFSFJ) startete am 01.01.2017 ein neues Bundesprogramm zur F\u00f6rderung von Mehrgenerationenh\u00e4usern in Deutschland, welches das bis Ende 2016 gef\u00f6rderte &#8222;Aktionsprogramm Mehrgenerationenh\u00e4user II&#8220; abl\u00f6st. Nun sind es 550 Mehrgenerationenh\u00e4user bundesweit. Das Bundesprogramm zielt auf eine noch st\u00e4rkere Verankerung der Mehrgenerationenh\u00e4user in der Kommune durch die Einbindung der H\u00e4user in die kommunalen Planungen zur Gestaltung des demographischen Wandels im Sozialraum.<\/p>\n<p>Das MGH in Bochum Dahlhausen zeichnet sich besonders aus f\u00fcr interkulturelle, generations\u00fcbergreifende Angebote, die ein Aufbrechen der gesellschaftlichen und fachlichen Vers\u00e4ulung von Alt und Jung erm\u00f6glichen. Zentrale Schwerpunkte sind niedrigschwellige Angebote im &#8222;Offenen Treff\/ Offenen Caf\u00e9&#8220; zur Erreichung aller Stadtteilbewohner*innen.<\/p>\n<h2>Die Besonderheiten der Mehrgenerationenh\u00e4user<\/h2>\n<h4>Im \u00dcberblick:<\/h4>\n<p><b>Mehrgenerationenh\u00e4user<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>sind niedrigschwellige Anlaufstellen im Sozialraum f\u00fcr alle Generationen und Familienkonstellationen und wirken der Vereinsamung und Isolation entgegen<\/li>\n<li>leisten einen ma\u00dfgeblichen Beitrag zur Integration und zur Pr\u00e4vention<\/li>\n<li>sind Zentren mit Dienstleistungs- und Entlastungsangeboten und Bildungsangeboten<\/li>\n<li>sind innovative Einrichtungen zur Unterst\u00fctzung von Familien, \u00c4lteren, Kindern und Jugendlichen als Voraussetzung f\u00fcr ein selbstbestimmtes Leben (gerade im Alter)<\/li>\n<li>verwirklichen den Ansatz \u201eAlt und Jung\u201c auch \u00fcber die Ursprungsfamilie hinaus<\/li>\n<li>f\u00f6rdern Solidarit\u00e4t der Generationen und Kulturen<\/li>\n<li>organisieren Stadtteilleben, sind Lernorte der Generationen<\/li>\n<li>sind eine zeitgem\u00e4\u00dfe Antwort auf die demografische Entwicklung<\/li>\n<li>bieten die Methodik zur Neuausrichtung und Vernetzung bestehender Einrichtungen in moderne, soziale Dienstleistungszentren f\u00fcr alle Bev\u00f6lkerungsgruppen<\/li>\n<\/ul>\n<p>https:\/\/www.mehrgenerationenhaeuser.de\/intranet\/startseite-intranet<\/p>\n<h2>MGH organisieren Generationenarbeit<\/h2>\n<p>MGH sind Einrichtungen unterschiedlichster Tr\u00e4ger, die sich der Umsetzung des intergenerativen Miteinanders verpflichtet haben. Sie sp\u00fcren die Potenziale aller Generationen auf und organisieren ein intergeneratives Miteinander. Durch die Vernetzung von altersspezifischen Angeboten in den Einrichtungen, werden Ressourcen und Lebenswissen von Alt und Jung einander zug\u00e4ngig und nutzbar gemacht. \u00dcber das gemeinsame Kennenlernen und Agieren werden Vorurteile zwischen den Generationen abgebaut und so wird gegenseitige Unterst\u00fctzung erst m\u00f6glich. Neue Angebotsstrukturen entwickeln sich unter Einbeziehung unterschiedlicher Generationen.<\/p>\n<p>Hier einige Beispiele aus den H\u00e4usern: Jugendliche geben Computer-, Internet- und Handykurse, helfen bei Gartenarbeit oder Besorgungen usw.. Senior*Innen beraten und unterst\u00fctzen bei schulischen Problemen und unterst\u00fctzen mit Rat und Tat beim \u00dcbergang von Schule und Beruf. Sie geben ihr Lebenswissen und berufliche Erfahrungen an J\u00fcngere weiter, sog. Leihgro\u00dfeltern \u00fcbernehmen die Rolle der oft fehlenden leiblichen Gro\u00dfeltern.<\/p>\n<p>In vielen gemeinsamen Aktivit\u00e4ten wie dem Offenen Treff, in Kursen, Gespr\u00e4chskreisen und Kultur- Sport- und Kreativangeboten, sowie in Projekten, Ausfl\u00fcgen und Reisen initiieren MGH das generationen\u00fcbergreifende Miteinander und bieten auf diese Weise Begegnung und gesellschaftliche Teilhabe \u00fcber ethnische-, famili\u00e4re-, kulturelle- und schichtenspezifische Grenzen hinweg.<\/p>\n<h3>MGH arbeiten mit einem generationen\u00fcbergreifenden Ressourcenansatz<\/h3>\n<p>W\u00e4hrend sich viele andere Institutionen der sozialen Arbeit ihren Zielgruppen mit einem Problemansatz bzw. einem Betreuungsauftrag n\u00e4hern, bieten MGH dar\u00fcber hinaus eine Angebotsstruktur f\u00fcr alle Stadtteilbewohner, auch und gerade f\u00fcr Aktive und potenziell Engagierte, die gesellschaftlich und sozial etwas bewegen m\u00f6chten und\/oder sich beruflich ausprobieren wollen, z.B. als Freiwillige Mitarbeiter*Innen, Kursleiter*Innen oder Anbieter*Innen von haushaltsnahen Dienstleistungen.<\/p>\n<h3>MGH nutzen Personalmix und flexiblen Mitteleinsatz zur Mobilisierung von freiwilligem Engagement und Erprobung von selbstinitiierten und bedarfsorientierten Angeboten<\/h3>\n<p>Mit dem flexiblen Mitteleinsatz im Bereich von Honorarmitteln und Aufwandsentsch\u00e4digungen steht ein finanzielles Instrumentarium zur Verf\u00fcgung, das es\u00a0erm\u00f6glicht bedarfsorientiert Ideen und Angebote von und f\u00fcr StadtteilbewohnerInnen aufzugreifen und modellhaft zu erproben. So sind MGH in h\u00f6chstem Ma\u00dfe innovativ und tragen zur Aktivierung der Zivilbev\u00f6lkerung bei. Zudem werden aus vielen guten Ideen und Projekten, die auf diesem Wege erprobt werden, \u00a0professionelle Angebote und tats\u00e4chliche Berufsperspektiven f\u00fcr arbeitslose engagierte Freiwillige, die uns gesellschaftlich zugute kommen.<\/p>\n<p>Z. B. wurde ein offenes Atelier f\u00fcr Menschen mit und ohne demenzieller Erkrankung vom MGH K\u00f6ln mit Studierenden (\u00fcber Honorar) entwickelt und erprobt. Mittlerweile tourt dieses Kunstatelier erfolgreich durch viele Altenheime in K\u00f6ln. Die jungen Studentinnen haben sich mit dem erfolgreichen Projekt nun selbstst\u00e4ndig gemacht.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die aktive Einbindung von Jugendlichen bietet die Zahlung von Aufwandsentsch\u00e4digungen eine zus\u00e4tzliche Motivation f\u00fcr den Einstieg in das soziale Engagement.<\/p>\n<p>So unterst\u00fctzen Jugendliche in der Regel die MGH &#8211; Arbeit mit Kursangeboten, als Trainer, bei der Hausaufgabenhilfe, beim Organisieren und Durchf\u00fchren von Festen und Veranstaltungen, arbeiten im Sozialkaufhaus, im offenen Treff, geben Sprachunterricht, Computer \u2013 und Handykurse, als Babysitter und Vorleser, Nachbarschaftshelfer uvm.<\/p>\n<p>MGH bieten dar\u00fcber hinaus vielen Menschen in Ma\u00dfnahmen der ARGE (Job-Perspektive, AGH etc.) ein Versuchsfeld und die Chance, sich unter Anleitung auszuprobieren, um eine berufliche Orientierung und somit einen (Wieder-)Einstieg in den Beruflichen Alltag zu erlangen. Auch eine Vielzahl an Praktikanten und Auszubildenden finden in den MGH gute Aus- bzw. Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>MGH sind selbst lernende und aktive Netzwerke f\u00fcr den Stadtteil und die Kommune.<\/p>\n<h3>Der Vernetzungsgedanke\/die Vernetzungsverpflichtung des Aktionsprogramms bewirkt Wissens- und Erfahrungsweitergabe unter den MGH.<\/h3>\n<p>Dies geschieht durch den kollegialen Austausch bei Regionalkreistreffen und Beratung durch die \u201eLeuchtturmh\u00e4user&#8220;, durch Fachtage, dem Intranet mit eingepflegtem, fachlichem Know-How und Thementelefonkonferenzen. Erfolgreiche Arbeitsans\u00e4tze, Ideen, Projekte und Angebote finden so schnell Nachahmer \u00fcber die eigene Einrichtung hinaus.<\/p>\n<p>Z.B. tourt die interkulturelle Generationenkofferaustellung des MGH Bochum \u201e Losgehen. Ankommen\u201c, seit einem Jahr bundesweit durch die MGH und hat schon etliche Nachahmer gefunden.<\/p>\n<p>MGH sehen sich dar\u00fcber hinaus mit ihrem Know-How auch als Berater und Unterst\u00fctzer der Kommunen \/ Kreise und deren Institutionen, die sich dem Generationengedanken verpflichtet f\u00fchlen und aktiv die demografische Entwicklung gestalten m\u00f6chten.<\/p>\n<h3>Der Netzwerkgedanke verpflichtet die MGH dar\u00fcber hinaus, sich mit allen gesellschaftlich relevanten Akteuren im Stadtteil zu vernetzen und Kommunikationsstrukturen bzw. auch Kooperationsstrukturen zu entwickeln.<\/h3>\n<p>Entgegen der herk\u00f6mmlichen sozialen Arbeit beschr\u00e4nken sich MGH nicht nur auf \u00a0fachbezogene Netzwerke, sondern kooperieren neben den kommunalen Tr\u00e4gern auch mit Selbstorganisationen, Gemeinden, Vereinen, mit Politik und lokaler Wirtschaft. So wurden v\u00f6llig neue Synergieeffekte in der Angebots- und Nutzerstruktur entwickelt, die dem Stadtteil und der Kommune\/Landkreis zugute kommen. Die Kooperationen z.B. mit einer Moscheegemeinde und der j\u00fcdischen Gemeinde f\u00fchrte in Bochum zu einem interreligi\u00f6sen Dialog, der bei gr\u00f6\u00dferen Veranstaltungen auch vom Kulturb\u00fcro und kleineren lokalen Wirtschaftsunternehmen gef\u00f6rdert wird.<\/p>\n<p>Auch gibt es zunehmend Unternehmen, die die Angebotsstruktur der MGH f\u00fcr sich nutzen und sich andererseits auch in die Finanzierung einbringen. Z.B. durch Inanspruchnahme von Kita- Pl\u00e4tzen, Organisieren von Betriebsfesten, Kinderbetreuungsangeboten, Begleitung von Auszubildenden, Beratung einzelner Zielgruppen, Ausrichtung von Seminaren und Fortbildungen f\u00fcr die Belegschaft mit Themen wie z.B. interkulturelle Kompetenztrainings, Gesundheitsthemen, Vorruhestand, Pflege etc.<\/p>\n<h3>MGH verstehen sich als Unterst\u00fctzer und Berater auch f\u00fcr andere Institutionen, Kommunen, Vereine etc., die sich intergenerativ \u00f6ffnen wollen oder von dem Know-How der MGH profitieren k\u00f6nnen.<\/h3>\n<p>Auch der intergenerative Arbeitseinsatz wird \u00fcber die Netzwerkarbeit der MGH in kommunale Strukturen eingebracht. So ist die Bandbreite der Kooperationspartner der MGH sehr gro\u00df. Sie umfasst die Zusammenarbeit mit Altenheimen\/Pflegeheimen, Familienzentren, Jugendzentren und Kindertagesst\u00e4tten, Jugendhilfe und Altenpflege, ARGE und Jobcentern, Bildungstr\u00e4gern wie Schulen und Universit\u00e4ten, Selbstst\u00e4ndigen und lokaler Wirtschaft in allen Fassetten. In ihre Netzwerkarbeit beziehen sie Entscheidungstr\u00e4ger der \u00f6rtlichen Politik und Verwaltung mit ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Tr\u00e4ger Die IFAK e.V. ist eine gemeinn\u00fctzige, parteipolitisch neutrale und religi\u00f6s ungebundene Selbstorganisation von Zuwanderern und Einheimischen auf kommunaler Ebene. Wir sind Tr\u00e4ger von mehreren Einrichtungen, Projekten und Ma\u00dfnahmen im Bereich der interkulturellen Kinder- und Jugendhilfe sowie der Migrationssozialarbeit in verschiedenen Bochumer Stadtteilen, in denen viele Familien mit Migrationsgeschichte leben. 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